Mittwoch, 25. Mai 2011

-19-

ein wochenende voller verwirrung, enttäuschungen und missverständnissen- mein wochenende. eigentlich fand ich die uniparty lustig und amüsant. zugegeben auch sehr alkohollastig. ich hatte anfangs eigentlich keine lust feiern zu gehen aber da alle meine leute hinwollte, sagte ich letztendlich zu. ich wollte mich ablenken, von einer mir fast fremden person im sterben, von der trennung einer unglücklichen verbindung, von meinen zweifeln im moment. ich weiß nicht ob ich es zu sehr übertrieben habe, ich hatte spaß auf der party, tanzte viel und lachte noch mehr. und dann kam die nachricht am morgen. eine wirklich enge freundin fühlte sich verletzt, da ich anscheinend zu viel mit einer ihr wichtigen person abgehangen habe. und das wochenende nahm seinen lauf. es tat mir so leid, obwohl ich gar nicht wusste für was ich mich entschuldigen sollte. ich hatte harmlos mit diesem menschen unfug geredet und gelacht. dass es von seiner seite etwas mehr bedeutete, habe ich in dem moment nicht realisiert. das ganze wochenende fühlte ich mich tief in einem loch. ich wollte diese freundin nicht bewusst verletzten und doch konnte ich sie verstehen. ich hätte genauso reagiert. man interpretiert verhalten und meist kommt man zu einem schluss, welcher ferner nicht liegen könnte von der wahrheit. und doch, es tat mir so gut an diesem abend jemanden zum herumalbern zu haben. ich brauchte ein ventil für all meine gedanken im moment. mittlerweile habe ich mich mit der freundin ausgesprochen, sie hat dem menschen einen sehr offenen brief geschrieben und sich ihm darin offenbart. leider beruhten all die gefühle auf einseitigkeit. sie sagt es sei in ordnung. ich kann mir nur denken, dass es das nicht ist. abgewiesen zu werden tut weh. es braucht zeit. still und leise bin ich sehr froh, dass sich das missverständnis aufgeklärt hat. ich wollte sie nicht verletzen und habe es unbewusst wohl doch getan. in diesen momenten merke ich dann wie sehr ich meine freunde doch brauche und, dass solch ein streit mir das herz bricht, denn ich kann nicht ohne sie alle. sie helfen mir durch die zeit. tag für tag. einfach indem sie da sind, ein- und ausatmen. es ist gut zu wissen, dass man nicht alleine ist. egal ob in meiner unistadt oder meiner heimat, ich kann mich auf meine herzmenschen verlassen. und ich wünsche mir so sehr, dass sie dies auch von mir wissen.



"Denn die einzig wirklichen Menschen sind für mich die verrückten, die verrückt danach sind zu leben, verrückt danach zu sprechen, verrückt danach, erlöst zu werden, und nach allem gleichzeitig gieren - jene, die niemals gähnen oder etwas alltägliches sagen, sondern brennen, brennen, brennen wie phantastische gelbe Wunderkerzen, die gegen den Sternenhimmel explodieren wie Feuerräder, in deren Mitte man einen blauen Lichtkern zerspringen sieht, so das jeder "AAAHHH!" ruft."
(Jack Kerouac)

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