Samstag, 5. November 2011

ewig mein.

wie schnell 3 monate vergangen sind. seitdem war ich nicht mehr auf meinem blog. teilweise aus angst vor unliebsamen lesern, teilweise aus reinster faulheit :) und schon ist herbst. gold, bunt und wunderschön. vieles hat sich getan in meinem leben. seit fast 5 monaten bin ich nun schon mit meinen freund zusammen. wir haben gute und mittelgute tage. ich bin eben leider kein einfaches püppchen, das man an der hand baumeln lässt. ich merke immer öfter wie dick mein kopf sein kann. voller eigener idee, meinungen und fester strukturen. aber der sommer war schön. zwei wunderschöne urlaube habe ich mitgenommen. einmal südfrankreich im juni und im september gab es dann noch eine woche roadtrip durch südengland. jede nacht in einem anderen typisch englischen bed&breakfast an der küste. dafür habe ich meine seekrankheit bei der rückfahrt doch gerne in kauf genommen. obwohl ich in dem moment wahrscheinlich alles dafür getan hätte, dieses lustig schaukelnde schiff auf der stelle verlassen zu können. mit einer neuen lomo im gepäck ging es dann wieder richtung heimat, mit einem kurzen zwischenstopp in brüssel (meiner meinung nach, die langweiligste stadt der welt für eine ausgedehnte shoppingtour..). hier erwartete mich eine gender-hausarbeit, mit der ich im nachhinein auch wirklich zufrieden bin. und seitdem bin ich nur noch am lernen. es ist so mühselig. 2000 seiten lesen, komprimiert notieren, abermals komprimieren und abermals auf kleine karteikärtchen übertragen. mittwoch habe ich nun endlich meine examensprüfung in pädagogik und danach heißt es für mich adieu pädagogik (zumindest an der uni..). nach 2 monaten lernen habe ich aber auch wirklich die nase voll. immerhin habe ich eine sehr nette lerngruppe gefunden, in der wir uns gegenseitig bemitleiden konnten :) mittlerweile kann ich schon weder essen, noch schlafen. ich ertappe mich stattdessen ständig beim gedanklichen frage-antwort-spiel im schlaf.. weiß ich das und das? hmm..um auf nummer sicher zu gehen, sollte ich doch mal schnell alle funktionen aufsagen. ach und wenn ich schon mal wach bin, könnte ich doch noch schnell.. hmpf und das wars dann mit schlafen.. ich nerd! ich habe grade so ein verlangen vor die tür zu gehn und draufloszulaufen. ja das klingt jetzt vielleicht ein bisschen verrückt. und würde ich mich nachts alleine nicht so dolle gruseln, wär das jetzt echt ne option. mein lichtblick ist im moment meine arbeit, von der ich nach dem examen auch wieder viiiel haben werde. seit ca. 4 monaten arbeite ich nämlich in einem café/kulturbar. alles ist 50er jahre mäßig eingerichtet, inkl nierensessel, schreibmaschine und allem pipapo. mein kleines wohnzimmer. für mich ist meine arbeit mein kleiner rückzugsort, teilweise auch meine flucht aus der beziehung. das klingt jetzt härter als es gemeint ist, aber dort kann ich mich so richtig frei fühlen. ich komme mir immer sehr schnell unter druck gesetzt vor, bin leicht zu überfordern. ausgleich finde ich dann im café hinterm thresen. dort bin ich dann gesprächtherapeutin oder saftschubbse oder partyersatz. ich denke mich hätte nichts besseres als der job passieren können. zumal ich auch in meiner freizeit verboten viel dort rumlungere. aber zu weihnachtstee und tatort-abend kann ich leider nicht nein sagen ;) vielleicht sollte ich jetzt doch noch mal versuchen zu schlafen, immerhin warten meine karteikarten morgen wieder auf mich. doofes volk diese karten..außerdem rennt auf meinem bett ein wild gewordenens meerschwein mit flatternden ohren umher. so genug jetzt aber.









Dienstag, 19. Juli 2011

von spatzen und tauben, dächern und händen.

Ein Stückchen Glück: Ein Spaziergang durch den Regen. Samstagmorgens zusammen am Fischteich Bagels frühstücken. Kochabende mit den Lieblingsmenschen. Der Postbote mit einem überraschenden Paket. Ein Konzert bei dem man merkt, dass jedes Lied mit Stellen des eigenen Lebens verbunden ist. Gemeinsames Brillenaussuchen beim Optiker. In den Gartenbaumarkt fahren, den Wagen mit Blumen vollpacken, umtopfen und den Balkon in ein Blumenmeer verwandeln. Aufwachen und sehen wie er schon meine Tiere gefüttert hat, damit sie mich nicht wecken. Das alte Kinderzimmer ausmisten und mit Altem aufräumen. Barfuss von einer Party nach Hause laufen und sich über den Sonnenaufgang und das Vogelgezwitscher freuen. Kinderbücher lesen, welche man früher so geliebt hat. Deinem Jungen mitten in der Nacht die Tür aufmachen und zusammen weiterschlafen.






Es ist so weit, ich kann die erste Welle stehen,
ich komm zurück zum Strand und keiner hat's gesehen,
wir düsen mit dem Motorboot raus zu den besten Stellen,
mit Keschern und mit Netzen tauchen wir unter die Wellen.
Die Mädels sind zu Hause und decken schon den Tisch,
wir kommen aus der Bucht zurück mit einem riesen Tintenfisch,
festlich ist die Tafel im Garten von Gettis,
ich setz' mich auf die Schaukel und schwing rein ins Paradies.
Wir gehen mit Sand
in den Schuhen
und Salz
auf der Haut
und Wind
in den Haaren
nach Haus.
Wir treffen uns heute abend mit ein paar Leuten bei den Klippen,
wir bringen Holz für's Feuer mit, die anderen Wein und Kippen,
ich steh am Meer und schau hinaus, ich fühl mich frei
und das Beste ist, das Mädchen aus Paris ist auch dabei.


Mittwoch, 13. Juli 2011

»Vous avez du poison au cœur, mademoiselle..«




Eine aufregende Woche liegt hinter mir. Ein bisschen fehlen mir die Worte. Alles läuft grade ziemlich gut. Was ein einzelner Mensch doch in einem auslösen kann. Wir lachen wunderbar miteinander. Und doch weiß ich, dass er absolut ernsthaft zu mir steht. Und das bringt mich zum lächeln. Eigentlich möchte ich das alles zwischen uns im Moment nicht definieren. Ich möchte keine Erwartungen austauschen, uns unter Druck setzen lassen. Von uns. Von anderen. Diesmal nicht. Ich will es einfach auf mich zukommen lassen. Wir haben darüber geredet, auch über meine Angst, dass ich irgendwann einfach genervt bin und meine Gedanken wahnsinnig sprunghaft sind. All das hat ihn nicht angeschreckt. Er hat mich einfach in den Arm genommen und gesagt, dass das alles kommt wie es kommt. Es nimmt so viel Druck von mir. Einen ganzen Haufen schwerer Steine fällt von meinem Herzen. Ich kann es immer noch nicht so ganz fassen, dass alles so gekommen ist.. Ich hätte nie damit gerechnet. Was widerum alle Theorien bestätigt, dass es am Ende egal ist, ob all die Vorstellungen vom Traummann nun zutreffen oder nicht. Harmonie lässt sich nunmal nicht an braunen Haaren oder blauen Augen oder sonstigem messen.
Und manchmal kann ein Karottenkuchen mehr als tausen Worte sagen..








juhu und endlich ist meine lomo fisheye angekommen :) ich liebe sie einfach und kann es kaum erwarten endlich den ersten Film entwickeln zu lassen..was auch nicht mehr lange dauern dürfte, da sie mich im Moment überallhin begleitet

Freitag, 1. Juli 2011

und ich nenne sie mia. mia canela.










ist das die realität? dieses nette stückchen leben, das mein herz höher schlagen lässt und mich zum lachen bringt? eigentlich ist es so einfach. man muss nur erwartungslos sein. dinge auf sich zukommen lassen. ihnen die zeit geben, die ihnen zusteht. natürlich flüstert eine leise stimme mir ab und an ein „wohin führt das eigentlich?“ zu, aber ich bleibe ihr eine antwort schuldig. vielleicht war das bisher mein problem. ich habe nicht für den moment gelebt, sondern immer viel zu sehr an die zukunft gedacht. an alles was auf mich zukommen könnte. ich genieße die zeit grade. es ist meine. ich bin jung. es ist sommer. alles ist einfach. aber kann man die rationalität abschalten? sich einfach um 180° drehen? es fühlt sich manchmal verdammt schwer an. zu viel ballast hängt an mir.
und letztendlich will ich doch einfach nur dein mädchen sein.

-  und wir sitzen im wartesaal zum glücklichsein.

Dienstag, 7. Juni 2011

nacht.




Und in dunklen Zwischenräumen 
dann wieder ein Augenblick, 
in dem man vor dem Wunderschönen steht
wie ein erstarrtes Reh im Scheinwerferlicht//










           via i am the ocean

in 4 tagen am meer!



"Was wird mein Glück sein?
Was für eine glückliche Frau soll aus der kleinen Antigone werden?
Welche Niedrigkeiten werde ich Tag für Tag begehen müssen,
um dem Leben mit den Zähnen ein kleines Fetzchen Glück zu entreißen?
Sag doch, wen werde ich belügen, wem falsch ins Gesicht lächeln und an wen mich verkaufen müssen?
 Bei wem muss ich mich abwenden und ihn sterben lassen?"

[Antigone, Jean Anouilh]





Sonntag, 5. Juni 2011

only a little girl wondering.



ich verflechte mich grade leidenschaftlich in immer tiefere fallgruben. und das relativ bewusst. ich erkenne mich in meinem momentanen handeln nicht wieder. gelegenheit macht diebe? betrachte ich mich grade, kann ich da nur zustimmen. ein ums andere mal lasse ich mich gehen, nur um am nächsten tag reumütig durch meine wohnung zu tigern. ständig am überlegen, wie ich mich aus den einzelnen verflechtungen möglichst heil wieder herauswinden kann. warum ich es dann nicht gleich sein lasse? ich glaube ich möchte dieses gefühl von damals wieder erleben. dieser besondere mensch wird in meiner vergangenheit und erinnerung bleiben, aber das gefühl möchte ich wieder hervorkramen. dieses gefühl, wenn plötzlich alles bedingungslos ist. alles absolut einfach. meine hand in seiner. mehr braucht es nicht. aber egal was ich grade tue, es führt immer in die genau entgegengesetzte richtung. ich habe das gefühl mich zu verbiegen. und innerlich weiß ich, dass dieser ansatz falscher nicht sein könnte. ich hätte gerne etwas abstand von mir selbst, meinem momentanen unbändigen drang zu flirten und dem gefühl zu weit gegangen zu sein. wirklich klar ist mir das erst heute abend bei freunden geworden. wir hatten einen wahnsinnig netten abend, wein und storys inklusive. ich habe mich wohl gefühlt in dieser umgebung. bis mein handy nachrichten meldete. und plötzlich alle auf einen haufen. als schaut man auf den kleinen haufen scherben den man da so angesammelt hat über die letzten monate. dabei hat man ihn immer so säuberlich auf kleinere häufchen unters regal gekehrt. wenn man nicht drüber nachdenkt, existiert es auch einfach nicht. und ich bin genervt. genervt davon mit diesen versuchen altes erzwingen zu wollen konfrontiert zu werden. und der einzige gedanke ist, lasst mich doch alle einfach in ruhe. ich hab mich eben geirrt. und das tut weh.


Montag, 30. Mai 2011

der kleine rotierende klumpen namens herz.

greta baut mal wieder nur mist. bwziehungsweise ihr kleiner roter klumpen in der brust. er rotiert und rotiert und mag die bewegungen die man ihm gestattet. und manchmal übertrifft er sich selbst. er hüpft und springt und mag sich kein bisschen ausruhen. jetzt hat er also beschlossen eine person besonders zu mögen. okay im prinzip ist daran nichts auszusetzen, wenn dabei nicht so viel auf dem spiel stände. seit monaten versuche ich jegliche gefühlsirrungen und -wirrungen zu unterdrücken und mit einem lächeln abzutun. wer verliebt sich schon in einen guten freund? anscheinend mein herz/bauch/emotionales gehirnzentrum.. wer auch immer dafür zuständig ist, lebt grade auf kriegsfuß mit mir. denn sowas geht doch nie gut. ich weiß überhaupt nicht wie ich mich verhalten soll. ich hab es zwar die ganze zeit geahnt, aber dachte, dass ich diesen freund eben wirklich gerne mag und ich mich in seiner nähe so wohl fühle, weil wir uns schon so lange kennen. ich schätze ihn als menschen unvorstellbar. man kann wunderbar mit ihm reden, von kleinen, nichtigen dingen über zu ernsthaften und persönlichen themen. ist es diese vertrautheit die mich mehr fühlen lässt? ich weiß es nicht. ich weiß nur, dass ich ihn als freund nicht missen möchte. warte ich also einfach ab und hoffe, dass mein bauch es sich anders überlegt oder werfe ich damit jede hoffnung über bord?




hier noch ein paar bilder von meinem heutigen abend. tatort public viewing war angesagt. schluss damit, dass studenten sonntag für sonntag um 20.15 alleine vor ihren fernsehern über morde und mögliche täter rätseln. jetzt wird zusammen geschaut und geraten. zu gewinnen gab es eine super detektivlupe, welche meine freundin auch direkt mal absahnte :) was den abend noch gemütlicher machte war das ambiente: ein original omawohnzimmer aus den 50-ern inklusive spitzentischdecken, nierensesseln und braungemusterter tapete. da lässts sichs gemütlich tatort schauen.












Mittwoch, 25. Mai 2011

-19-

ein wochenende voller verwirrung, enttäuschungen und missverständnissen- mein wochenende. eigentlich fand ich die uniparty lustig und amüsant. zugegeben auch sehr alkohollastig. ich hatte anfangs eigentlich keine lust feiern zu gehen aber da alle meine leute hinwollte, sagte ich letztendlich zu. ich wollte mich ablenken, von einer mir fast fremden person im sterben, von der trennung einer unglücklichen verbindung, von meinen zweifeln im moment. ich weiß nicht ob ich es zu sehr übertrieben habe, ich hatte spaß auf der party, tanzte viel und lachte noch mehr. und dann kam die nachricht am morgen. eine wirklich enge freundin fühlte sich verletzt, da ich anscheinend zu viel mit einer ihr wichtigen person abgehangen habe. und das wochenende nahm seinen lauf. es tat mir so leid, obwohl ich gar nicht wusste für was ich mich entschuldigen sollte. ich hatte harmlos mit diesem menschen unfug geredet und gelacht. dass es von seiner seite etwas mehr bedeutete, habe ich in dem moment nicht realisiert. das ganze wochenende fühlte ich mich tief in einem loch. ich wollte diese freundin nicht bewusst verletzten und doch konnte ich sie verstehen. ich hätte genauso reagiert. man interpretiert verhalten und meist kommt man zu einem schluss, welcher ferner nicht liegen könnte von der wahrheit. und doch, es tat mir so gut an diesem abend jemanden zum herumalbern zu haben. ich brauchte ein ventil für all meine gedanken im moment. mittlerweile habe ich mich mit der freundin ausgesprochen, sie hat dem menschen einen sehr offenen brief geschrieben und sich ihm darin offenbart. leider beruhten all die gefühle auf einseitigkeit. sie sagt es sei in ordnung. ich kann mir nur denken, dass es das nicht ist. abgewiesen zu werden tut weh. es braucht zeit. still und leise bin ich sehr froh, dass sich das missverständnis aufgeklärt hat. ich wollte sie nicht verletzen und habe es unbewusst wohl doch getan. in diesen momenten merke ich dann wie sehr ich meine freunde doch brauche und, dass solch ein streit mir das herz bricht, denn ich kann nicht ohne sie alle. sie helfen mir durch die zeit. tag für tag. einfach indem sie da sind, ein- und ausatmen. es ist gut zu wissen, dass man nicht alleine ist. egal ob in meiner unistadt oder meiner heimat, ich kann mich auf meine herzmenschen verlassen. und ich wünsche mir so sehr, dass sie dies auch von mir wissen.



"Denn die einzig wirklichen Menschen sind für mich die verrückten, die verrückt danach sind zu leben, verrückt danach zu sprechen, verrückt danach, erlöst zu werden, und nach allem gleichzeitig gieren - jene, die niemals gähnen oder etwas alltägliches sagen, sondern brennen, brennen, brennen wie phantastische gelbe Wunderkerzen, die gegen den Sternenhimmel explodieren wie Feuerräder, in deren Mitte man einen blauen Lichtkern zerspringen sieht, so das jeder "AAAHHH!" ruft."
(Jack Kerouac)

Montag, 23. Mai 2011

my girl.

ein wundervoller film!



You look nice alright
and I like the way you nod after everything I say like it actually means something to you.

Sonntag, 22. Mai 2011

hasenhäschen.

"Zum Kotzen!" ruft das Hasenhäschen wenn es wütend ist und wenn es richtig doll wütend ist ruft es sogar zum krotzen. Manchmal wird das Hasenhäschen dann ganz klein. Dann kann es gar nichts tun. Dann muss es wichtige Termine absagen. Seine Gedanken werden wie Steine und fallen zu Boden. Das Herz schlägt wie doll an die Brust. Hasenhäschen lässt es heraus, nimmt es bei der Hand und macht sich auf den Weg.

Mittwoch, 18. Mai 2011

-18-

tage wie diese..was fängt man mit ihnen an? sicher, die richtige entscheidung getroffen zu haben und trotzdem unglücklich. ich stehe vor mir, sage mir wie stark ich bin und dass man nicht weinend zusammenbrechen darf. kind, das gehört sich einfach nicht. aber was gehört sich schon? all die menschen glauben mich zu kennen. sie sagen, schau wie sie immer lacht. immer glücklich das mädchen. und was sie alles erlebt. hat immer was zu erzählen. macht mich das wirklich aus? ich lasse niemanden zu mir durchdringen, denn ich habe angst, was man sehen könnte. jemanden der seit jahren kämpft und diesen kampf still, leise, heimlich immer wieder neu austrägt. ich verleugne mein inneres und ich weiß es. aber ich mag mein äußeres ich. es ist nett und lustig. aufbrausend. kindlich. laut. bunt. herzlich. es zeigt keine zerissenheit. und das mag ich. nur ein mensch versteht den kampf. er steht mir zur seite. still und leise. ich weiß, irgendwann wird die zeit kommen und dann werde ich ohne ihn weitermachen müssen. ich denke nicht gerne daran. vielleicht bin ich deshalb so kritisch und konsequent wenn es ums kennenlernen eines jungen geht. denn insgeheim will ich, dass dieser die position irgendwann für mich einnehmen kann, mich versteht, mir durch sein vertrauen und sein glaube an mich hilft. bisher habe ich es wunderbar verstanden, mit sicherer hand mein herz an den falschen zu verschenken. und obwohl es eine weile her ist, kommt manchmal wieder dieses bestimmte gefühl in mir hoch. dass doch alles hätte gut werden können. alle haben mich gewarnt. ich solle nicht kopflos alles aufgeben, nur um seine hand halten zu können. ich hätte so ziemlich alles für ihn getan. ich schätze er wusste das und nahm es als kompliment. innerlich waren wir beide noch kinder. auf der ständigen suche nach sich selbst. und wussten es nicht besser. im nachhinein kann ich ihn nachvollziehen. er wollte mir nicht wehtun. die bessere option war es einfach feige zu sein. augen zu, bloß nicht nach links oder rechts schauen. es wird schon gut gehen. das ging es aber nicht. je mehr man etwas möchte, desto schlimmer macht man es doch. und dann war da dieses andere mädchen auf der party und ich sah sie. zusammen. es hat mir in dem moment das herz gebrochen und ich glaube, dass ich ab diesem moment aufgehört habe, naiv mein herz zu verschenken. es war vorbei. die kleine seifenblase, an der man wochen gebastelt hat, brauchte nur eine zehntelsekunde um zu zerplatzen. zurück blieb kühle ernüchterung. geränderte augen. und ein bauch der so wehtat. etwas wurde mir herausgerissen, es war meine kindliche hoffnung. ich habe lange gebraucht, um diese geschichte zu verdauen. letztendlich ging es nicht mehr um diesen einen menschen, sondern um details und erinnerungen. plötzlich hatte jede straßenecke, jede bar ihre eigene geschichte. meine geschichte. unsere geschichte. und irgendwie war es schön. ich merkte, dass ich trotz schmerzen nicht abstumpfe. ich mich, zwar wehleidig, aber doch auch intensiv an vergangene schönheit erinnern konnte. langsam und kaum merklich verblassten bilder, gerüche, töne. diese zeit vermisse ich. aber ich schaffe es nicht sie neu zu füllen. ich bin so vorsichtig geworden. vertrauen kann so schnell missbraucht werden. obwohl es ein geschenk von unermesslichem wert ist. menschen vergessen das zu schnell. in einer welt, in der autos, waschmittel, möbel geworben werden ist jeder nur noch auf der suche nach dem größtmöglichen gewinn, um sich all diese dinge kaufen zu können. nur das wichtigste kann nicht mit geld bezahlt werden, sondern einzig und allein durch vertrauen.
wir lieben lebensmittel? wir lieben die liebe!
kussundschluss.

Freitag, 13. Mai 2011

-17-

und manchmal bricht alles über einem zusammen. es braut sich wie ein gewitter langsam zusammen und man sieht es kommen aber hofft so sehr, dass all die wolken vorbeiziehen. seit sarah kuttners 'mängelexemplar' scheint plötzlich jeder etwas von panikattacken zu verstehen. ach ja diese coole hippe pseudokrankheit scheinbar typisch für junge großstadtmenschen auf der suche nach sich selbst. mich regt das so auf. und plötzlich hatte auch schon jeder eine panikattacke. eine- ach unzählige. ist ja nix besonderes. es ist als ob man krebs als ein vorbeiziehender schnupfen abtut. und damit will ich diese krankheit keineswegs verharmlosen oder vergleichen. regelmäßige panikattacken sind eine krankheit unter der menschen leiden. es hat so gar nichts mit coolness und attitude zu tun. panikattacken wünscht man seinem ärgsten feind nicht und nach über 20 jahren in denen man sich gezwungenermaßen irgendwie tag für tag damit arrangieren muss, hasst man all dieses gerede der leute.

Donnerstag, 12. Mai 2011

love is a mixtape.

sie wollte allen gefallen. sie machte sich viel zu viele sorgen darüber, was die leute von ihr dachten, trug ihr herz auf der zunge, erwartete zu viel von den menschen und war leicht verletzt. die geheimnisse anderer leute bewahrte sie eisern, während sie ihre eigenen zu schnell erzählte. sie erwartete, dass die welt sie nicht betrügen würde, und war jedes mal überrascht, wenn sie es doch tat. ~rob sheffield - love is a mix tape.

Samstag, 7. Mai 2011

-16-

manchmal reicht es einfach nicht. man wünscht es sich so sehr. aber es geht nicht. man kann sich selbst nicht zwingen verliebt zu sein. obwohl es perfekt wäre. zumindest denkt man das. ich fühle mich in einer totalen schwebe. zwischen hoffnung und kühler erkenntnis. kann es der beginn etwas großem sein? oder möchte ich es einfach nur zu sehr glauben? verliebt in das gefühl verliebt zu sein. ich bin so sauer auf mich. weil alles so schön und einfach sein könnte. vielleicht ist es einfach die tiefe, die ich so sehr vermisse. ich möchte den menschen kennen, mir seines vertrauens sicher sein. mit ihm meine erwartungen und erlebnisse teilen. es fehlt. und mein herz sehnt sich nach vergangen tagen.
she doesn't know where her heart should belong
she carrys on
believing that it won't be long
until the day someone takes her away.

Freitag, 6. Mai 2011

-15-

Nun, die Leidenschaft ist immer ein Rätsel und unerklärlich,
und leider ist es gewiss, dass das Leben seine schönsten Kinder nicht
schont und dass häufig die herrlichsten Menschen gerade das lieben müssen,
was sie zugrunde richtet.

Samstag, 30. April 2011

-14-

LOVE IS A BATTLEFIELD.
es könnte alles so einfach sein..ist es aber nicht. man kämpft, man flucht, man weint, man lässt gehen. wieso stellt sich jemand der schon einmal angeschossen wurde, freiwillig in den lauf einer geladenen pistole? wahrscheinlich weil er verliebt ist. letzte woche noch war ich ziemlich sicher, dass ich das ja alles sowieso nicht will, ich habe also rein gar nichts zu verlieren. und dann ziehen ein paar tage ins land und irgendetwas verändert sich. ohne, dass man es wollte, schneidet man mal wieder sorgfältig ein stükchen herz ab und verschenkt es großzügig. man hat ja so viel davon..haha.. gestern abend hat man sich getroffen, es war seltsam. die vertrautheit war plötzlich wieder weg und alles fing von vorne an. dieses mühsame vortasten. und dabei blieb es dann letztendlich auch. ein abschiedsgruß und weg war man. der abend vorbei. und beide war man unzufrieden. aber etwas sagen wollte niemand. und heute das ganze schon wieder. ich habe einfach keine lust auf dieses mühsame im kreis umeinander hertanzen. ist man nicht langsam alt genug dafür? ich weiß also nicht was ich von dem abend erwarte (erwarten kann?). falls ich doch auf die idee kommen sollte, die momentane situation anzusprechen und was ich mir so davon erhoffe, der treue und vor allem motivierende wein steht bereit.

Freitag, 29. April 2011

-13-

elbgeruch, landungsbrücken, wind, sand, nordsee..ich liebe es! diese woche ging es nach hamburg. mein bruder hatte einen tauglichkeitstest bei der lufthansa. ich hielt in der zeit meine füße in die elbe. allein dieser geruch des wassers, die kreischenden möwen über einem. in diesen momenten kann ich einfach alles vergessen. alles scheint so wahnsinnig friedlich und langsam. kein stress, keine hektik, nur das wasser und ich. am abend sind wir auf ein astra in eine bar in der nähe der reeperbahn. es fand grade eine lesung statt. wie wundervoll es ist einfach dazusitzen, während man einer menschlichen stimme lauscht. ihren geschichten. ihren tonalen höhen und tiefen. dabei die augen zu schließen. man ist weit weg. verbunden mit der seele, die diese geschichte erlebt hat. und dan wacht man auf aus dieser träumerei. der straßelärm schallt einem entgegen, gleißende lichter blenden die augen. die realität kann so hässlich sein.






Dienstag, 19. April 2011

Nebel zieht auf, das Wetter schlägt um
Der Mond sammelt Wolken im Kreis
Das Eis auf dem See hat Risse und reibt sich
Abertausend Jahre Zeit fassen nicht
Die kleine Sekunde Ewigkeit
Da du mich küsstest
Da ich dich küsste
Eines Morgens unterm Wintersonnenlicht
In einem Park zu Paris
Zu Paris
Auf dieser Erde
Die ein Stern ist.

-11-


ein strudel von gedanken und mittendrin ich. ich weiß gar nicht was ich vom wochenende halten soll. eigentlich gut, überraschend, irgendwie toll, auf eine art aber auch seltsam. unsere party war ein voller erfolg. alle liebesmenschen haben sich in ihre pyjamas geworfen und das haus kräftig gefüllt. es wurde getanzt, gelacht, getrunken, gesungen und geküsst. ja und das war das seltsame. plötzlich fand jeder jemand anderen. der raum bestand aus verschlungenen menschen. irgendwie ein schöner, weil seltener anblick. und ich irgendwie mittendrin. man könnte lachen welch verzwirbelte wege das leben manchmal geht. und ich habe es genossen. die musik um mich und ich wohl behütet im arm eines anderen menschen. viel zu lange ist das her. man merkt erst wie sehr man etwas vermisst hat, wenn man es wieder erfährt. ich wollte nicht, dass dieser abend jemals ein ende findet. und als es dann doch geschah, war es okay. im arm eines anderen einzuschlafen, ein wundervoller abschluss des abends. und der tag blendete meine augen und ich fühlte mich bereit. bereit für einen neuen tag. und doch bleibt die traditionelle frage im raum stehen: was wird nun? tut man so als wäre nichts gewesen, man war ja schließlich betrunken? sieht man sich wieder? man entschied sich für letzteres. statt dem üblichen ungeduldigen warten auf ein zeichen des wann und wos, bin ich diesmal jedoch sehr gelassen. ich weiß nicht einmal ob es mir egal ist. aber ich bin es so leid. am anfang große hoffnungen, gegenseitige zuneigungsbekundungen und was blieb bisher davon übrig? traurige resümees und die floskel daraus gelernt zu haben. lernt man denn wirklich daraus? ja, vielleicht, dass es in meiner wohnung eindeutig zu wenig taschentücher gibt oder ich alle umwege an der uni kenne, um menschen aus dem weg gehen zu können. irgendwie lernt man einzig mit der nächsten und übernächsten enttäuschung umgehen zu können. verhindern kann man es wahrscheinlich sowieso nicht. also warte ich. auf ein zeichen. und es wird mich mitreißen. wohin das weiß ich noch nicht.

Freitag, 15. April 2011

-10-

das sind diese momente im leben, die ich so hasse. ich wollte einfach nur spaß haben, feiern gehen, mit meinen liebsten auf die erste uniwoche trinken. und dann treffe ich jemanden. ich denke, wow er scheint toll zu sein. und ja vielleicht stimmt es, was all meine freunde über mich sagen. ich bin ein kleines, naives mädchen, das soo schnell zu begeistern ist..und verdammt es ist als ob ich renne und renne und alle sagen mir, ich solle langsamer machen sonst knalle ich irgendwo dagegen und tu mir weh und ich denke, ja aber das ist es mir wert und bestimmt wird alles gut. das wird es aber nie. ich tu mir jedes mal weh und innerlich stumpft man ab. manchmal erschrecke ich, dass mich vieles mittlerweile kalt lässt und ich mich nicht mehr wundere, eher bestätigt fühle. und dann ist da immer die frage ob ich  es auch einfach bin, die die fehler sucht. es war alles toll und nett und doch fehlt mir immer etwas und ich denke, das ist es nicht, das kann es einfach nicht sein. ab diesem punkt versuche ich nur noch zu flüchten. ich will nicht damit konfrontiert werden, dass es vielleicht einfach mein problem ist. es ist so viel leichter zu sagen, dass er es einfach nicht ist. nicht der richtige. nicht der, für den es sich gelohnt hat, andere von sich zu weisen. und am ende des tages sitzt man da und weiß doch selbst nicht was man eigentlich erwartet..

Mittwoch, 13. April 2011

träumbar.

Sonnenuntergang. Streicher setzen ein. Du schließt die Augen. Steigerst die Lautstärke. Wiegst den Körper im Takt. Und du singst: It's getting darker and I know this time wasn't meant for us,
so won't you please please please come back to me.
Irgendwann herrscht Stille. Du bist glücklich. Denn, egal, wie stressig, anstrengend und mühsam dieser Tag war:
Er hatte vier wunderbare Minuten Musik und einen wunderschönen Sonnenuntergang.

wohnbar.

    


auch wenn ich meine wohnung liebe, träume ich ab und an mal von einem tapetenwechsel. die wohnung sollte immer die persönlichkeit wiederspiegeln und voller kleiner erinnerungen stecken :)