Dienstag, 19. April 2011

-11-


ein strudel von gedanken und mittendrin ich. ich weiß gar nicht was ich vom wochenende halten soll. eigentlich gut, überraschend, irgendwie toll, auf eine art aber auch seltsam. unsere party war ein voller erfolg. alle liebesmenschen haben sich in ihre pyjamas geworfen und das haus kräftig gefüllt. es wurde getanzt, gelacht, getrunken, gesungen und geküsst. ja und das war das seltsame. plötzlich fand jeder jemand anderen. der raum bestand aus verschlungenen menschen. irgendwie ein schöner, weil seltener anblick. und ich irgendwie mittendrin. man könnte lachen welch verzwirbelte wege das leben manchmal geht. und ich habe es genossen. die musik um mich und ich wohl behütet im arm eines anderen menschen. viel zu lange ist das her. man merkt erst wie sehr man etwas vermisst hat, wenn man es wieder erfährt. ich wollte nicht, dass dieser abend jemals ein ende findet. und als es dann doch geschah, war es okay. im arm eines anderen einzuschlafen, ein wundervoller abschluss des abends. und der tag blendete meine augen und ich fühlte mich bereit. bereit für einen neuen tag. und doch bleibt die traditionelle frage im raum stehen: was wird nun? tut man so als wäre nichts gewesen, man war ja schließlich betrunken? sieht man sich wieder? man entschied sich für letzteres. statt dem üblichen ungeduldigen warten auf ein zeichen des wann und wos, bin ich diesmal jedoch sehr gelassen. ich weiß nicht einmal ob es mir egal ist. aber ich bin es so leid. am anfang große hoffnungen, gegenseitige zuneigungsbekundungen und was blieb bisher davon übrig? traurige resümees und die floskel daraus gelernt zu haben. lernt man denn wirklich daraus? ja, vielleicht, dass es in meiner wohnung eindeutig zu wenig taschentücher gibt oder ich alle umwege an der uni kenne, um menschen aus dem weg gehen zu können. irgendwie lernt man einzig mit der nächsten und übernächsten enttäuschung umgehen zu können. verhindern kann man es wahrscheinlich sowieso nicht. also warte ich. auf ein zeichen. und es wird mich mitreißen. wohin das weiß ich noch nicht.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen