
wie soll man einen tag gutgelaunt beginnen, wenn der wecker mich um punkt 6 uhr aus dem schlaf reißt und kaum, dass der leidige praktikumstag endlich vorbei ist, mittags eine hausarbeit auf mich wartet? es geht schlichtweg nicht. anscheinend verlernt man im studium nicht nur das frühe aufstehen, man vermisst auch schnell die gewohnte freizeit, wenn man stolz "was für die uni gemacht hat". jetzt sitze ich also an meiner hausarbeit über thomas mann und zu sagen, dass ich vor ideen nur so sprudele, wäre nicht nur gelogen, sondern gradezu lachhaft. ich will raus und sitze stattdessen bibbernd an meinem schreibtisch weil natürlich die heizung nicht anspringt. das selbstmitleid kennt mal wieder keine grenzen. immerhin geht am montag wieder die uni los und ich komme endlich mal aus meiner praktikums-hausarbeiten-bedingten sozialen isolation raus. und dann folgt auch schon unsere geburtstags-pyjama-party. ich kann es kaum erwarten, mit all meinen lieben im nightdress zu tanzen und feiern. ich hoffe bekannte und unbekannte gesichter sind schön durchmischt. das sind meist die besten partys. man kennt genug leute um sich nicht unwohl zu fühlen und kann gezwungenem smalltalk aus dem weg gehen, lernt aber trotzdem viele nette leute kennen. perfekt. so, weiter gehts.
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